Sven Tresp

Der «Offroader» von Googles Street View.

Erstellt: 12.12.2017
Veröffentlicht in: Menschen



Von seinem neuen Arbeitsplatz am Zürcher Gustav-Gull-Platz 1 schaut Sven Tresp auf riesige Kräne und Baugerüste vor dem Gleisfeld des Zürich Hauptbahnhof. Auf dem Baufeld F der Europaallee geht es momentan rund.

Für Trampelpfade und Innenräume.
Drinnen ist Tresp’s Team dabei, für «Google Street View» & Co nahezu die gesamte Welt in 360-Grad-Ansichten online abzubilden. Der 42-Jährige ist Programm Manager und verantwortlich für «Google Street View Special Collects», also den Betrieb aller Google-Kameras, welche nicht auf Autos installiert sind. Zur Offroad-Technik zählen die sogenannten Tracker-Rucksäcke und fahrbaren Trolleys.

Den Bahnhof virtuell erkunden.
Mit zwei solcher Trolley-Fahrzeuge hat Google im Sommer 2016 innert eines Tages den kompletten Zürich Hauptbahnhof aufgenommen und wenig später in Google Street View integriert. Momentan geschieht dies weltweit mit immer mehr Museen, Hotels, Restaurants oder auch Wanderwegen, selbst in abgelegenen Bergregionen. So war es einer von Tresp’s jüngsten Highlights, als er 2015 mit dem rund 20 Kilogramm schweren Tracker-Rucksack den Mont Blanc besteigen durfte.

Soldat und Kunstexperte.
Sven Tresp wurde im Nordosten Deutschlands auf Usedom geboren und war jahrelang als Logistiker bei der Bundeswehr tätig, bevor er in der Schweiz landete und den Betrieb der Kunstmesse «Art Basel» in Miami, Honkong und Basel organisierte. Seit drei Jahren ist er bei Google tätig, pendelt täglich aus Basel in die Europaallee.

Kurze Besprechung in St. Pauli.
In den neuen Google-Räumlichkeiten auf vier Etagen hat es ihm besonders der Eisenbahn-Look angetan: Neben SBB Schildern, Anzeigetafeln und Besprechungszimmern im Eisenbahnabteil-Look sind alle Büros nach Orten (und deren Stadtteilen) benannt, die man vom Zürich Hauptbahnhof aus erreichen kann.